Flüchtlingsunterkunft Spinelli

Nach dem Abzug der US-Armee ist die Bundesrepublik Deutschland Eigentümerin der Spinelli-Barracks in Mannheim-Feudenheim geworden.

 

Das Land Baden-Württemberg ist zuständig für die Erst-Unterbringung von Flüchtlingen. Nach einer Vereinbarung zwischen dem Land BW und der Stadt Mannheim waren dafür insgesamt 12 000 Plätze in Mannheim vorgesehen. 

 

Auf dem Spinelli-Gelände hat das Land BW Anfang Oktober 2015 eine Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung (BEA) eröffnet. Die Belegungszahlen bewegen sich zwischen 2 500 und 3 000 Menschen, die in mehreren Großhallen untergebracht sind. Der Weg zu den Hallen ist eingezäumt und das große Freigelände steht den Flüchtlingen nicht zur Verfügung. Zumutbar ist eine solche Not-Unterkunft allenfalls für wenige Tage oder Wochen. Zu befürchten ist, dass die Flüchtlinge je nach Verfahrensdauer drei bis sechs Monate dort leben müssen.

Nach und nach werden die Häuser zum Aubuckel bewohnbar gemacht, so dass die Flüchtlinge in die Häuser ziehen.

 Die Belegungszahlen belaufen sich zwischen 500 und 800 Menschen. 

 

Die Registrierung der Menschen erfolgt entweder in der LEA in der Industriestrasse/Pyramidenstrasse in Mannheim oder im zentralen Registrierungszentrum in Patrick-Henry-Village in Heidelberg. Dort werden sie registriert, erkennungsdienstlich behandelt, ärztlich untersucht und geröntgt. 

Danach können sie vor Ort ihren Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellen.

Flüchtlinge erhalten übrigens erst nach ihrer Registrierung ein Taschengeld.

 

Bei einer "guten Bleiberechtsperspektive" werden die Flüchtlinge auf die Land- und Stadtkreise verteilt. Bei einer "schlechten Bleiberechtsperspektive" kommen sie zurück in die BEA bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag und eventuell ihrer Abschiebung.